Samstag, 19. November 2011

EXISTENZSORGEN

Es gibt nichts schlimmeres als Existenzsorgen. Aber sind sie berechtigt? Wenn du dich mit einem Vogel unterhalten könntest würde er dich bei deinen Problemen über Existenzsorgen nicht verstehen. Denn für diesen ist der Tisch in der freien Natur fast immer gedeckt.

In der Bibel steht der aufschlussreiche Spruch: "Sie säen nicht und sie ernten nicht und haben doch jeden Tag etwas zu essen". (Kurzform aus dem Gedächtnis). Und der Mensch? Der soll schwitzen. Manchmal sogar vor Existenzsorgen und sich verrückt machen um zu überleben. Grotesk! Im alten Testament steht das Gegenteil vom Säen und Ernten. So zum Beispiel: "Im Schweisse deines Angesichtes sollst du dein täglich Brot verdienen". (Wieder Kurzform, aber der Sinn ist gegeben). Da läuft doch etwas gegeneinander. Am besten also, sich selber Gedanken über die Existenzängste machen.

Und wieder möchte ich meine eigene Lebenserfahrung heranziehen. Denn so klingt meine Abhandlung authentischer und nicht so wissenschaftlich trocken. Und gerade auf dem Gebiet der Existenzängste habe ich meine Lektionen bekommen.

Gleich zum Anfang dieser Abhandlung. Mich haut nichts mehr so schnell um. Ich habe Vertrauen in das Leben bekommen. Gib so wird dir gegeben. Gib dein Herz und dein Vertrauen in die Hand deines Schöpfers. Du fühlst dich dann nicht mehr so alleine. Für Atheisten: Selbstvertrauen ist das gleiche, denn du bist ja ein Teil der Schöpfung. Und wieder muss ich meinen Hausspruch loswerden: "Wenn die eine Türe zugeht, geht die andere auf"! Meine Lebenserfahrung ist der ureigenste Beweis für mich, dass dieser Spruch seine Berechtigung hat. Manchmal musste ich einen erheblichen Leidensdruck überstehen. Aber am Schluss wurde dann doch wieder alles gut. Mein Vertrauen in mich und vor allem in meinen Freund Gott wurde unermesslich. Obwohl ich immer vergass zu beten. Aber meine Gefühle der Dankbarkeit gebe ich gerne an das Universum und seinen Schöpfer weiter. Und ich bekomme Vertrauen und Wärme zurück. Ja, Gefühle sind die Sprache der höheren Sphäre. Sie können ohne Worte übertragen werden. Gefühle versteht jedes Atom, jede Pflanze, jede Kreatur und sogar jeder Stein. Auch das Wasser nimmt Gefühle auf. Erhebend, oder nicht?

Nein Leute, macht euch keine Sorgen um das Morgen. Hast du heute überlebt und etwas auf dem Teller gehabt, so wird es morgen oder übermorgen auch so sein. Vertraue darauf. Auch in der hoffnungslosesten Lage. Wenn es denn doch sehr schlimm kommen sollte, dann sei dir sicher, dass der Hafen deiner Inkarnation immer in das Lichte führt. Und dann wirst du den Sinn deiner Qual verstehen. Denn du hast sie selbst so erwählt. Gottes Gesetz ist die Wahlfreiheit. Sei gerecht und verfluche und richte deinen Schöpfer nicht. Sondern erfühle ihn. Er wohnt ja in deinem Herzen. Mir hat der Geistfunken schon in so mancher misslichen Lage Trost gespendet. Denn manchmal geht es auf der Walz wirklich nicht weiter.

In Innsbruck bin ich einmal sieben Tage gestanden um per Autostopp über den Brennerpass mitgenommen zu werden. Fünfzig Pfennige hatte ich damals in der Tasche und etwas Notproviant. Es war frustrierend. Ich bin dann bis Bozen kuschiert worden mit der unvermeidlichen Einladung zu einem Imbiss.Ich habe dann in Italien unvergleichlich schöne Stunden erlebt. Italien hat die Sonne im Herzen wenn man sich den einfachen Menschen nähert. Vier Monate konnte ich dann das freie Leben mit Gleichgesinnten am Mittelmeer geniessen. Von Genua bis Neapel. Die spanische Treppe in Rom ist mein Wohnzimmer geworden.  Danke Italien!

Und heute, da ich abgeklärt bin und Verantwortung für eine Familie übernommen habe? Es hat sich nichts geändert. Anstatt manchmal berechtigter Existenzängste bei meinem bunten Lebenswandel habe ich immer noch den Mut vollkommen von vorne anzufangen. Anstatt Existenzangst Aufbau einer neuen Existenz. Und wenn es sein muss im dichtesten Dschungel falls mich ein paar Verrückte versklaven wollen. Denn Freiheit, lieber Leser, und vor allem geistige Freiheit ist unbezahlbar. Was ist da Existenzangst dagegen.

Kommentare:

  1. Lese immer wieder gerne auf diesem Block. Wenn sich auch manche Sätze wiederholen - wir brauchen auch die Wiederholung um zu lernen. Doch eines möchte ich anmerken, Selbstvertrauen ist nicht gleich Gottvertrauen. Ein Atheist der nur sich selbst vertraut, vertraut nicht auf Gott. Doch Gott hat alles geschaffen, nicht wir uns selbst.

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  2. @ Geschoepf,

    die Grundsätze meiner Philosofie sind kurz, prägnant und einfach. Und deshalb kann ich nur wiederholen. Wenigstens so lange bis ich neue Erkenntnisse bekomme. Es kommen immer wieder neue Leser hinzu denen die Zeit nicht reicht meinen Blog ausgiebig zu studieren. Hier wären meine drei Rohmanuskripte natürlich hilfreich.

    Ich selbst gebe Dir natürlich recht, Selbstvertrauen ist nicht Gottvertrauen. Aber ich möchte auch die Atheisten unter meinen Lesern ansprechen. Für die natürlich meine Philosofie schon genug schwer verdaulich ist. Und da Gott alles geschaffen hat, unter anderem auch die Möglichkeit zum Atheismus, so will ich doch das Selbstbewusstsein als Teil eines Individiums UND auch ein Teil Gottes betrachten und respektieren. Unter den Atheisten sind ohne Zweifel nicht weniger moralisch einwandfreie Menschen darunter wie bei den Menschen die Gott im Herzen haben.

    Es ist schwierig diese vermeintlichen Widersprüche sinnvoll zu erklären. Wie so vieles auf unserer materiellen Ebene.

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  3. Aufmunternde Worte ! Danke dafür.

    Björn

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